Hes-so Valais
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20-09-2017

Anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums überreicht die Scintilla AG der Hochschule für Ingenieurwissenschaften einen Scheck über CHF 50'000.-

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Überreichung des Schecks an Efrain Carreño-Morelli, von links nach rechts : Frau Ute Lepple, Direktorin der Scintilla AG sowie verantwortlich für die kaufmännische Leitung des Produktbereichs Zubehör bei Bosch Power Tools und Bosch Repräsentantin in der Schweiz, Herr Prof. Stuber von der FH Nord-West-Schweiz, Herr Efrain Carreño-Morelli, Dozent, Leiter der Forschungsgruppe „Pulvertechnologie und Hochleistungswerkstoffe“ von der HES-SO Wallis © Barbara Hess - pictura.ch
Überreichung des Schecks an Efrain Carreño-Morelli, von links nach rechts : Frau Ute Lepple, Direktorin der Scintilla AG sowie verantwortlich für die kaufmännische Leitung des Produktbereichs Zubehör bei Bosch Power Tools und Bosch Repräsentantin in der Schweiz, Herr Prof. Stuber von der FH Nord-West-Schweiz, Herr Efrain Carreño-Morelli, Dozent, Leiter der Forschungsgruppe „Pulvertechnologie und Hochleistungswerkstoffe“ von der HES-SO Wallis

Seit über 25 Jahren arbeiten die Scintilla AG und die HES-SO Wallis eng zusammen, um neue Produkte zu entwickeln sowie die Werkstoffqualität und die Produktionstechniken zu verbessern. Anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums machte die Scintilla AG der Hochschule für Ingenieurwissenschaften (HEI) eine Schenkung über CHF 50'000.-. 

Das Industrieunternehmen Scintilla wurde 1917 in Solothurn gegründet. Dreissig Jahre später wurde der Fertigungsstandort St. Niklaus im Oberwallis eröffnet. Nach dem Erwerb der Aktienmehrheit durch Bosch im Jahr 1954 wurde die Scintilla AG in deren Geschäftsbereich Elektrowerkzeuge eingegliedert. In den 80er-Jahren übernahm die Scintilla AG die weltweite Verantwortung für den Bereich Elektrowerkzeug-Zubehör (Sägeblätter, Schneidscheiben usw.) von Bosch. Heute beschäftigt die Firma an ihrem Sitz in Solothurn und am Fertigungsstandort St. Niklaus rund 900 Angestellte.

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Scintilla AG und der HEI und die regelmässigen Schenkungen der Scintilla AG an die Schule (über eine Million Franken in 25 Jahren) ermöglichten den Erwerb modernster Maschinen für die Entwicklung innovativer Werkstoffe mittels Pulvertechnologie. Die Pulvertechnologie umfasst mehrere Techniken zur Formgebung von Werkstoffen mittels Pulvern, denen Bindemittel zugegeben werden. Es kann sich dabei um Metalle (Stahl, Bronze, Aluminium usw.) oder Keramikwerkstoffe (Oxide, Carbide usw.) handeln. Die Herstellung von Magneten, Bremsscheiben, Zahnimplantaten aus Keramik, Uhrengehäusen oder -bändern sind nur einige der zahlreichen Anwendungen dieser Techniken. Die Forschungsgruppe „Pulvertechnologie und Hochleistungswerkstoffe“ der HEI forscht aktiv in diesem Bereich, um neue Werkstoffe zu entwickeln und Teile für die Automobil-, Medizin- und Raumfahrtindustrie zu entwickeln. 

In enger Zusammenarbeit mit der Scintilla AG führt die HEI zahlreiche Forschungsprojekte, insbesondere auf dem Gebiet der Diamant-Schneidwerkzeuge, sowie Dienstleistungsmandate im Bereich Werkstoffe und Maschinenbau aus. In ihrem Auftrag realisieren Studierende der HES-SO Wallis zudem Bachelor- und Masterarbeiten.

Durch ihre Tätigkeiten in der anwendungsorientierten Forschung & Entwicklung leistet die HES-SO Wallis einen massgeblichen Beitrag zur Förderung der Wirtschaft. Sie agiert auch als Bindeglied zwischen der Industrie und den Studierenden, um diese optimal auf ihre spätere Berufstätigkeit vorzubereiten. Der gegenwärtige Leiter des Kompetenzzentrums für Schneid- und Diamantwerkzeuge bei der Scintilla AG ist übrigens ein ehemaliger Mitarbeiter der HEI.