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30-10-2018

Herausforderungen für den Bildungsgang Sozialpädagogische Werkstattleitung

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Herausforderungen für den Bildungsgang Sozialpädagogische Werkstattleitung
Herausforderungen für den Bildungsgang Sozialpädagogische Werkstattleitung

Herausforderungen für den Bildungsgang Sozialpädagogische Werkstattleitung

Die Ausbildung Sozialpädagogische Werkstattleitung feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Dieser HF-Bildungsgang wird in der Schweiz nur von der Höheren Fachschule Bereich Soziales Wallis in Sitten und der Höheren Fachschule ARPIH in Yverdon-les-Bains angeboten. Die beiden Bildungseinrichtungen nutzen diese Gelegenheit, um sich über die aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen Gedanken zu machen.    

 

Jubiläumsfeier in Bulle

Die Feier anlässlich dieses 50-jährigen Jubiläums findet am Freitag, 9. November 2018 von 10.00 bis 18.00 Uhr im Espace Gruyère in Bulle statt. Auf dem Programm stehen Vorträge, Diskussionsrunden, eine Innovationsmesse und eine Ausstellung. In Zusammenarbeit mit 40 Westschweizer Institutionen, die sozialpädagogische Werkstattleiter/innen beschäftigen, werden innovative Praktiken aufgezeigt und Diskussionen über die Legitimität und die notwendige Entwicklung des Bildungsangebots geführt. Das Ziel dieser Veranstaltung ist die Aufwertung des Berufs und der Ausbildung in Sozialpädagogischer Werkstattleitung. 

Herausforderungen

In den letzten 50 Jahren hat sich dieser Beruf stark verändert. Zu Beginn kümmerten sich die Sozialarbeitenden hauptsächlich um Menschen mit einer geistigen Behinderung, die eine Invalidenrente bezogen. Heute ergreifen gleich viele Frauen wie Männer diesen Beruf und setzen sich für die Evaluation, Neuausrichtung, Rehabilitation, Umschulung, Integration oder Wiedereingliederung von Personen ein, die sich vorübergehend oder langfristig in Schwierigkeiten befinden.

Die sich ständig verändernde Gesellschaft hat zum Entstehen von neuen Tätigkeitsbereichen geführt. So arbeiten sozialpädagogische Werkstattleiter/innen heute auch mit Migranten und Migrantinnen, Sozialhilfebewerber/innen oder -bezüger/innen sowie Erwachsenen und Jugendlichen, die Mühe haben, auf dem heutigen selektiven Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden. Ihre Hauptaufgabe ist jedoch immer noch dieselbe: die Förderung der Entwicklung und Selbständigkeit der unterstützten Personen. Ihre Arbeitsweise wird jedoch zunehmend mobiler werden und ihr Arbeitsort wird sich von den Facheinrichtungen ins unmittelbare Arbeitsumfeld verschieben. 

Ausbildungsangebot an zwei Schulen

Für die beiden Höheren Fachschulen stellt das Angebot von Ausbildungen, die den Erwartungen der verschiedenen Partner entsprechen und die gesellschaftlichen Veränderungen in einem äusserst vielfältigen Tätigkeitsbereich berücksichtigen, eine tägliche Herausforderung dar.

Die ARPIH in Yverdon-les-Bains ist ein Verein, dem 85 Westschweizer Sozialeinrichtungen angehören und der mit dem Kanton Waadt eine Fördervereinbarung abgeschlossen hat. Über 160 Studierende absolvieren an der ARPIH eine Ausbildung in Sozialpädagogischer Werkstattleitung. Dank der Interkantonalen Vereinbarung über Beiträge an die Bildungsgänge der höheren Fachschulen (HFSV) können Studierende aus der gesamten Westschweiz diese Ausbildung in Yverdon-les-Bains belegen.

In Sitten absolvieren rund 70 Personen an der Höheren Fachschule Bereich Soziales Wallis den Bildungsgang Sozialpädagogische Werkstattleitung. Die meisten von ihnen stammen aus dem Wallis, rund ein Drittel aus den anderen Westschweizer Kantonen. Die Höhere Fachschule, die auch den HF- Bildungsgang Kindererziehung anbietet, ist der Hochschule für Soziale Arbeit der HES-SO Valais-Wallis angegliedert.

In der Schweiz wird der HF-Abschluss als Sozialpädagogische/r Werkstattleiter/in nur von diesen beiden Höheren Fachschulen verliehen. Im Rahmen der Revision des Rahmenstudienplans könnte eine ähnliche Ausbildung demnächst auch in der Deutschschweiz angeboten werden.