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28-01-2020

Lonza und die HES-SO Valais-Wallis schliessen einen Partnerschaftsvertrag über 10 Jahre ab

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Christophe Darbellay (Chef du Département de l’économie et de la formation), François Seppey (Directeur HES-SO Valais-Wallis), Renzo Cicillini (Directeur Lonza Viège), Gaëtan Cherix (Directeur Haute Ecole d’Ingénierie), Sergio Schmid (responsable institut Technologies du vivant), Torsten Schmidt (Head Manager Ibex), Mario Schnyder (Head Site Support)
Christophe Darbellay (Chef du Département de l’économie et de la formation), François Seppey (Directeur HES-SO Valais-Wallis), Renzo Cicillini (Directeur Lonza Viège), Gaëtan Cherix (Directeur Haute Ecole d’Ingénierie), Sergio Schmid (responsable institut Technologies du vivant), Torsten Schmidt (Head Manager Ibex), Mario Schnyder (Head Site Support)

Lonza und die HES-SO Valais-Wallis sind im Januar 2020 eine strategische Partnerschaft eingegangen, um in den Bereichen Bildung und Forschung gemeinsame Kompetenzen zu entwickeln. Diese Vereinbarung über die strategische Zusammenarbeit in fünf gemeinsamen Schwerpunktbereichen ist das Ergebnis mehrjähriger Überlegungen.

Seit Sommer 2017 prüfen Lonza und die HES-SO Valais-Wallis gemeinsam Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit, insbesondere im Rahmen des High-Tech-Projekts IbexTM Solutions von Lonza in Visp. Bis dahin hatten die beiden Partner bereits punktuell zusammengearbeitet, zum Beispiel bei Forschungsprojekten, durch den Einbezug von Fachleuten der Lonza an der Hochschule für Ingenieurwissenschaften (HEI) oder anlässlich der traditionellen Präsentation der Bachelorarbeiten der Studierenden der Ingenieurwissenschaften in Visp. Ausgangspunkt für die Überlegungen der Partner im Hinblick auf eine gemeinsame Nutzung des Know-hows und die Schaffung von Synergien waren der Bedarf an qualifiziertem Personal, die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse sowie die Studierendenakquisition. An der Pressekonferenz vom Dienstag, 28. Januar in Visp präsentierten Renzo Cicillini (Standortleiter Lonza Visp) und François Seppey (Direktor HES-SO Valais-Wallis) in Anwesenheit von Staatsrat Christophe Darbellay eine entsprechende Vereinbarung und die damit verbundenen Chancen.

Für die HES-SO Valais-Wallis steht diese Partnerschaft im Einklang mit der Erfüllung ihrer Aufträge, d. h. der Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften für das Walliser Wirtschafts- und Sozialgefüge und Forschungstätigkeiten zur Unterstützung von Unternehmen und Institutionen bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen. „Der neue IbexTM-Biopark ist für das Wallis eine grosse Chance und wir wollen uns an dieser Entwicklung beteiligen. Ein erster Schritt in diese Richtung war das Angebot des Studiengangs Biotechnologie auf Deutsch, um den Bedarf der Lonza an qualifiziertem Personal zu unterstützen“, erklärte François Seppey. „Die zukünftigen Entwicklungen der Lonza am Standort Visp werden unter anderem zahlreiche Arbeitsplätze schaffen. Durch diese Partnerschaft wird die Attraktivität der von der Hochschule für Ingenieurwissenschaften in Sitten angebotenen Ausbildung in Biotechnologie noch gesteigert.“ Für Lonza ist diese Zusammenarbeit mit der führenden Walliser Bildungs- und Forschungseinrichtung ein logischer Schritt. „Der Auftakt dieser langjährigen Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für die nachhaltige Sicherung von Fachkräften am Standort Visp. Sie erlaubt uns, die Experten von morgen bereits heute anhand der Bedürfnisse unseres Unternehmens auszubilden“, betont Standortleiter Renzo Cicillini.

Fünf Schwerpunktbereiche

Die beiden Partner werden vor allem in fünf Bereichen zusammenarbeiten. Auf wissenschaftlicher Ebene werden sie ein gemeinsames Forschungslabor aufbauen, um die industriellen Kompetenzen in der Digitalisierung, Automatisierung und Steuerung biotechnologischer Prozesse zu fördern. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung im Ingenieurwesen wird die Erfahrung der Lonza im Bereich der digitalen Biotechnologie der Weiterentwicklung der Ingenieurausbildungen zugutekommen. Der dritte Schwerpunkt betrifft die Weiterbildung: Lonza will die HES-SO Valais-Wallis zu ihrem bevorzugten Partner für spezialisierte Weiterbildungen für ihre Mitarbeitenden im Bereich Säugetierzell-Technologie machen. Umgekehrt wird die Fachhochschule das Know-how der Fachleute von Lonza in die Grundausbildung ihrer Studierenden einfliessen lassen können. Schliesslich werden die Partner auch im Bereich des Marketings und der Studierendenrekrutierung zusammenarbeiten. Die HES-SO Valais-Wallis wird durch die Ausbildung qualifizierter Fachleute dazu beitragen, den Personalbedarf von Lonza zu decken.    

Organisation und Finanzierung  

Diese Schwerpunkte werden von Fachteams geleitet, die für die Definition und die operative Umsetzung des Jahresprogramms verantwortlich sein werden. Eine Steuergruppe, zusammengesetzt aus François Seppey (Direktor HES-SO Valais-Wallis), Gaëtan Cherix (Direktor Hochschule für Ingenieurwissenschaften), Sergio Schmid (Leiter Forschungsinstitut Life Technologies der HEI), Renzo Cicillini (Standortleiter Lonza Visp), Torsten Schmidt (Head IbexTM Operations) und Mario Schnyder (Head Transition, Training & Local Site Support), wird für die Bereitstellung der personellen und finanziellen Ressourcen zur Umsetzung der Verträge im Rahmen dieses Abkommens verantwortlich sein. 

Beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildung

Für Staatsrat Christophe Darbellay, Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Bildung (DVB), sind Partnerschaften und Synergien zwischen Walliser Unternehmen und der HES-SO Valais-Wallis eine einmalige Chance zur Stärkung der Beziehungen zwischen Wirtschaft und Bildung. Diese Initiative zeugt davon, dass das umfassende Ökosystem aus Bildung, Forschung und Industrialisierung den Bedürfnissen der Unternehmen und ihrer jetzigen und zukünftigen Mitarbeitenden entspricht.