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29-06-2020

TaPhyDo – Physiotherapie während der COVID-19-Krise

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TaPhyDo – Physiotherapie während der COVID-19-Krise
TaPhyDo – Physiotherapie während der COVID-19-Krise

Ein Forschungsteam der Hochschule für Gesundheit der HES-SO Valais-Wallis hat eine neue Plattform www.taphydo.ch mit Empfehlungen für Physiotherapeuten und -therapeutinnen entwickelt. Dort finden die Fachleute Tipps für die Ausübung ihres Berufs während der COVID-19-Krise und zum Schutz ihrer betagten Patienten. Die auf Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch übersetzte Website wurde vom Weltverband für Physiotherapie World Confederation for Physical Therapy anerkannt. 

Auch die Forschung wurde von der Corona-Krise stark beeinflusst. Mehrere Projekte der HES-SO Valais-Wallis mussten unterbrochen und Forschungsziele neu definiert werden. So konzentrierten sich die Forschenden zum Beispiel darauf, Personen, Unternehmen und Einrichtungen zu unterstützen, die direkt oder indirekt von der COVID-19-Pandemie betroffen waren. Das Projekt TaPhyDo ist eines der 25 Projekte, die von der HES-SO Valais-Wallis als Folge der Gesundheitskrise finanziell unterstützt werden.

Entstehung des Projekts

TyPhyDo steht für Task force pour physio à domicile – Task Force für Physiotherapie zu Hause. Das Projekt wurde innerhalb von nur wenigen Monaten von dem Forschungsteam entwickelt, das auch das Projekt Swiss CHEF Trial, eine klinische Studie zum Vergleich der Auswirkungen von drei Heimtrainingsprogrammen für Senioren mit Sturzrisiko, durchführt. Mit den Empfehlungen auf der Website www.taphydo.ch sollen Physiotherapeuten und -therapeutinnen unterstützt werden, die betagte, nicht an COVID-19 erkrankte Patienten zuhause betreuen und sich angesichts dieser neuen Situation überfordert fühlen.  

 

Telefonische Kontaktaufnahme

Ab der ersten Woche des Lockdowns wurden die Physiotherapie-Sitzungen zu Hause durch telefonische Beratungen ersetzt. Dies ermöglichte es den Physiotherapeuten und -therapeutinnen, mit ihren Patienten in Kontakt zu bleiben, sich ihre Sorgen anzuhören und ihnen Tipps zu geben, wie sie mithilfe ihres Übungsprogramms weiterhin in Form bleiben können. Dieser therapeutische Ansatz resultierte in einem zweiten Forschungsprojekt namens ATÉPÂC (Telefonanrufe für Betagte während der Ausgangsbeschränkung). Während sechs Wochen ermittelte das Forschungsteam mithilfe eines strukturierten Fragebogens, wie Senioren diesen Lockdown erlebten und wie ihr Alltag in dieser Zeit aussah. Rund 100 Personen wurden im Rahmen ihrer Telefongespräche mit ihren Physiotherapeuten und ‑therapeutinnen befragt. Die Ergebnisse dieser Studie werden demnächst veröffentlicht. 

Swiss Chef Trial sucht interessierte Personen  

Am 24. April wurden die Forschungsarbeiten im Rahmen des Swiss CHEF Trial Projekts (www.swiss-chef-trial.ch) progressiv wieder aufgenommen. Die Physiotherapeuten und -therapeutinnen können erneut betagte Patienten zu Hause behandeln. Um die Studie fortzusetzen sucht das Forschungsteam Personen, die über 65 Jahre alt sind und entweder schon gestürzt sind oder sich vor einem Sturz fürchten. Bei Interesse können Sie sich an Regula Jenzer wenden (079 934 71 07, r.jenzer@hotmail.com).