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20-05-2019

Teilhabe an der Kultur für alle: es gibt noch viel zu tun

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Teilhabe an der Kultur für alle: es gibt noch viel zu tun
Teilhabe an der Kultur für alle: es gibt noch viel zu tun

Haben Menschen mit Behinderung im Wallis wirklich Zugang zur Kultur? Welche Hindernisse und guten Praktiken gibt es in diesem Bereich? Vor dem Hintergrund von Artikel 30 der UNO-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gab das Forum Emera-HETS am 16. Mai Anlass zu Diskussionen und Reflexionen.

Fazit ist, dass Menschen mit Behinderung aus folgenden Gründen nur schwer am kulturellen Leben im Wallis teilhaben können: Kosten, Transport, bauliche Hindernisse,  Mangel an geeigneten Technologien und die Blicke der Mitmenschen. Zudem werden individuelle künstlerische Projekte meist im Rahmen von Facheinrichtungen oder Vereinen durchgeführt. 

Es gibt jedoch einige wegweisende Konzepte wie die Vorrichtungen für sehbehinderte Besuchende im Kunstmuseum in Sitten oder die Video-Terminals in Zeichensprache für Hörbehinderte im Musée du Grand Saint Bernard in Martinach.

Forum Handicap Valais-Wallis, der Dachverband der Walliser Behindertenorganisationen, fordert die Entwicklung einer kantonalen Strategie zur Ermöglichung des Zugangs zur Kultur für alle Menschen mit einer Behinderung. Er schlägt verschiedene konkrete Massnahmen vor: Valorisierung der Kultureinrichtungen, die sich verpflichten, ihre Infrastruktur behindertengerecht zu gestalten, die Entwicklung von Begleitdiensten, ermässigte Tarife für IV-Bezüger/innen, eine gleichberechtigte Förderung des künstlerischen Schaffens usw.

Im Foyer der HES-SO Valais-Wallis (route de la Plaine 2 in Siders) ist noch bis zum 24. Mai eine Ausstellung mit Malereien zu sehen, die im Rahmen des Kunstateliers der FOVHAM entstanden sind.

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Pressespiegel:

Rhône FM

Canal9

Radio Rottu

1815

REISO, revue d'information sociale