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03-07-2018

Ostasien zeigt Interesse an den Forschungsarbeiten der Hochschule für Ingenieurwissenschaften

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Die anwendungsorientierten Forschungsarbeiten der Institute Life Technologies und Systemtechnik der Hochschule für Ingenieurwissenschaften stossen vermehrt auf das Interesse Ostasiens. Drei Ingenieure aus Sitten wurden von japanischen und chinesischen Instituten eingeladen, ihre Projekte in den Bereichen Mikrobiologie bzw. Optoelektronik zu präsentieren. Eine einmalige Gelegenheit, Partnerschaften aufzubauen oder zu stärken.

Japan – das Reich der Mikrobiologie
Wolfram Manuel Brück, Leiter des Mikrobiologielabors des Instituts Life Technologies, amtierte an der Internationalen Konferenz „Applied Microbes 2018“, die am 6. und 7. Juni 2018 in Osaka (Japan) stattfand, als Chairman und Referent. Rund 100 Forschende aus Europa, China, Japan und den USA tauschten sich an diesem Event über die anwendungsorientierte Forschung in der Mikrobiologie aus. W. M. Brück ist seit 1997 in diesem Bereich tätig und entwickelt Produkte für die Darmgesundheit. Solche Erzeugnisse, zu denen zum Beispiel Probiotika zählen, tragen zu einer gesunden Darmflora bei, was wiederum positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit im Allgemeinen sowie das Immunsystem des Menschen hat. Diese Reise hat zu neuen Forschungspartnerschaften geführt, unter anderem mit dem University College Dublin, das auch mit der ETHZ zusammenarbeitet. Die Universität von Kuala Lumpur (Malaysia) möchte ihrerseits die Kompetenzen des Walliser Instituts nutzen, um den Einfluss von Kakao auf die Darmflora zu untersuchen.

China – Teatime         
Seit 2002 arbeitet die Hochschule für Ingenieurwissenschaften mit der Zhejiang-Universität in Hangzhou (China) zusammen, insbesondere im Bereich der Studierendenaustausche auf Bachelor- und Masterstufe. Diese Partnerschaft wurde auf die Forschung ausgeweitet: Wilfried Andlauer, Forscher beim Institut Life Technologies, arbeitet im Rahmen eines Projekts für den grössten chinesischen Exporteur von Teeextrakten mit dem Tea Research Institute der chinesischen Universität zusammen. Dieses Innovationsprojekt im Auftrag des Unternehmens Zhejiang Minghuang Natural Products Development Co., Ltd. befasst sich mit der Behandlung von Tee mit gepulsten elektrischen Feldern. Diese selektive, nicht thermische Behandlung ist von kurzer Dauer (einige Milli- oder sogar Mikrosekunden) und dient nicht nur der Abtötung von Mikroorganismen, sondern auch der Extraktion von Teebestandteilen wie Polyphenole und Koffein.

China – Auge in Auge mit der Forschung      
Im September wird sich Martial Geiser, Forscher beim Institut Systemtechnik, ebenfalls an die Zhejiang-Universität begeben, um seine Forschungsarbeiten im Bereich der Optoelektronik zu präsentieren. Er befasst sich mit den Blutströmen im Auge und der Laser-Doppler-Methode zur Untersuchung dieser Ströme in den Arterien und Venen. Im Rahmen seines Besuchs wird er sich mit dem Verantwortlichen der internationalen Beziehungen treffen, um die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule für Ingenieurwissenschaften und den 5 Colleges der Zhejiang-Universität weiter zu stärken.