Der 2019 an der HES‐SO Valais‐Wallis gegründete und vom Institut Soziale Arbeit koordinierte Forschungsschwerpunkt Alter und generationenübergreifende Beziehungen (ALI) steht im Einklang mit den Anliegen von Bund und Kantonen bezüglich des demografischen Wandels. Er wurde im Anschluss an den Bericht der Kantonalen Konsultativkommission für die Entwicklung der Alterspolitik (2017) gegründet, um die Wechselwirkungen zwischen demografischen Veränderungen, insbesondere im Hinblick auf die Alterung der Bevölkerung, und die Veränderungen auf gesellschaftlicher und technologischer Ebene zu untersuchen und zu berücksichtigen. Diese Veränderungen betreffen sowohl die familiären und generationenübergreifenden Beziehungen als auch das Zusammenleben und die Teilnahme am öffentlichen Leben. Sie haben Auswirkungen in vielen Bereichen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesundheit, Ausbildung, Transport, Ökologie, Konsum, Information, Ausrüstung, medizinische und soziale Unterstützung usw.  Als Randregion und Alpenkanton bietet das Wallis ein besonderes und determinierendes Umfeld für die Wechselwirkungen zwischen diesen Entwicklungen. Der fünfte Alpenzustandsbericht zum Thema Demografischer Wandel in den Alpen (2015) zeigt die Herausforderungen der Alpenregionen auf, in denen Bevölkerungswachstum und Entvölkerung nahe beieinanderliegen und neue Phänomene wie die so genannten „New Highlanders“ zunehmend sichtbar werden. Diese Entwicklungen stellen für den Einzelnen und die Gesellschaft eine Chance, aber auch eine Herausforderung dar. Die Kommunikationsrevolution und die Digitalisierung der Dienste prägen die Bedürfnisse und bieten durch die neuen Verbindungen und Beteiligungsformen, die sie ermöglichen (insbesondere durch kollaborative Ansätze), ein grosses Potenzial an Antworten auf die durch diesen demografischen Wandel aufgeworfenen Fragen. Gleichzeitig bringen sie auch Risiken mit sich, zum Beispiel eine digitale Kluft zwischen den Generationen.  

Hauptziel des Forschungsschwerpunkts 

Die HES‐SO Valais‐Wallis will sich zu einem Schweizer Kompetenzzentrum entwickeln, das sich mit den Herausforderungen und Chancen befasst, die die generationenübergreifenden Beziehungen in einem Kontext des Wandels (Demografie, Klima, Technologie, Politik, Soziales….) darstellen.  


Generationenübergreifende Beziehungen in Krisenzeiten: Herausforderungen und Chancen. Online-Tagung vom 16. September 2021

Der Forschungsschwerpunkt « Alter und generationenübergreifende Beziehungen » der HES-SO Valais-Wallis hat am 16. September 2021 ein Kolloquium zum Thema«Generationenübergreifende Beziehungen in Krisenzeiten: Herausforderungen und Chancen» durchgeführt. Nationale und internationale Expert:innen aus der Praxis und Forschung haben mit den Teilnehmenden über die Mechanismen der generationenübergreifenden Solidarität und die in Krisenzeiten auftretenden Herausforderungen und Chancen in unterschiedlichen Bereichen (Privatleben, Berufsleben, Gesundheit und Wohlbefinden) diskutiert. 


Alle Beiträge finden Sie unter folgenden Link: 

Link zu den Beiträgen aus der beruflichen Sphäre
Link zu den Beiträgen aus gesundheitlichen Sphäre
Link zu den Beiträgen aus der privaten Sphäre





Forschungsschwerpunkt Alter und generationenübergreifende Beziehungen
Route de la Plaine 2
3960 Sierre