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Jean-Paul Calbimonte

Im Rahmen ihres neuen nationalen Programms Flagship Initiative, das 15 innovative kollaborative Forschungsprojekte unterstützt, hat Innosuisse drei umfangreiche Projekte genehmigt, an denen die Hochschule für Wirtschaft über das Institut Informatik beteiligt ist. Um die Bedeutung dieses Projekts und seine konkreten Auswirkungen auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger besser zu verstehen, beantwortet Jean-Paul Calbimonte, Professor und Forscher am Institut, einige Fragen zum Projekt WISER - Web of Interoprable Digital Services for Knowledge on Decarbonisation Pathways.

 

Worum geht es bei dem WISER-Projekt?

Das Flaggschiff-Projekt WISER schlägt eine systemische Innovation für die Schweiz vor: eine weltweit führende Rolle in der Umweltbuchhaltung zu übernehmen. WISER bietet eine digitale Bewertungsplattform und Visualisierungstools für Treibhausgasemissionen (THG) und zur Analyse der CO2-Fußabdrücke (Carbon Footprint) von Lieferketten. Es gibt drei Anwendungsfälle: Infrastruktur Informations- und Kommunikationstechnologien für Städte, Datenzentren und Produktionsketten.

 

Was hat Sie dazu bewogen, ein Projekt zu diesem Thema einzureichen?

Die Ziele der Dekarbonisierung auf lokaler und nationaler Ebene hängen von der Bereitstellung von Werkzeugen, Prozessen und Daten ab, die den gesamten Lebenszyklus der Produkte und Dienstleistungen betreffen, die unsere Gesellschaft konsumiert. Ich glaube, dass die Ergebnisse des WISER-Projekts zeigen werden, wie eine neue digitale Plattform für mehr Transparenz sorgen und dazu führen kann, dass wirtschaftliche und politische Akteure bei der Berechnung ihres CO2-Fußabdrucks Verantwortung übernehmen. Darüber hinaus erfordert das Projekt ein multidisziplinäres Team mit einer Kombination aus Fachwissen in den Bereichen Digitalisierung, Bewertung des CO2-Fußabdrucks, Wirtschaftsstrategie, Wissensmanagement und Folgenabschätzung, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit all diesen Interessengruppen.

 

Was kann das WISER-Projekt den Bürgerinnen und Bürgern bringen?

Die Bürgerinnen und Bürger könnten einen transparenten Zugang zum gesamten Prozess der Berechnung der Auswirkungen und des CO2-Fußabdrucks für eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen erhalten. Darüber hinaus könnte dies die Schaffung neuer wirtschaftlicher Dienstleistungen ermöglichen, wie z. B. die Optimierung der Nutzung erneuerbarer Energien (Nutzungszeiten oder Aufladen von Autos und anderen Geräten), oder den Konsum von Produkten und Dienstleistungen mit einem geringeren CO2-Fußabdruck fördern.