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François Seppey, Direktor der HES-SO Valais-Wallis

Nach der Hochschule für Ingenieurwissenschaften werden in den kommenden Jahren auch die Hochschule für Gesundheit und die Hochschule für Kunst in neue Gebäude umziehen. François Seppey, der Direktor der HES-SO Valais-Wallis, äussert sich zu diesen Investitionen.

350 bis 400 Millionen Franken investiert der Kanton Wallis in den Bau der neuen Infrastrukturen der HES-SO Valais-Wallis. Die Hälfte dieses Betrags wurde für die Ansiedelung der Hochschule für Ingenieurwissenschaften auf dem Campus Energypolis in Sitten und den Bezug der neuen Lokalitäten des Studiengangs Physiotherapie in Leukerbad schon verwendet. Zwei weitere Grossprojekte sind geplant. 

In Champsec wird demnächst mit dem Bau des Gesundheitspols begonnen, an dem der Bachelorstudiengang Pflege und die HF-Bildungsgänge Kindheitspädagogik und Arbeitsagogische Leitung angesiedelt sein werden.

Im Frühling wird der Grossrat über den Objektkredit für das neue Gebäude der Schule für Gestaltung und Hochschule für Kunst sowie des Couture Lehrateliers in Siders entscheiden.

Campus Energypolis, Sitten

 

François Seppey, wie erklären Sie sich diese bedeutende Unterstützung durch den Kanton innerhalb von nur wenigen Jahren?
Dies ist das Ergebnis der Arbeit der letzten dreissig Jahre, welche die Gründung mehrerer Hochschulen und die Verankerung des Wallis in der schweizerischen Hochschullandschaft umfasste. 2015 wurden die verschiedenen bestehenden Strukturen in der autonomen HES-SO Valais-Wallis zusammengefasst.
Um ihren Bildungsund Forschungsauftrag wahrnehmen zu können, müssen ihr jedoch die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Solch hohe Investitionen sind ein grosser Vertrauensbeweis?
Die Unterstützung des Kantons und der Standortgemeinden ehrt uns. Doch damit ist auch eine grosse Verantwortung verbunden Wir sind verpflichtet, die Hochschulen korrekt zu führen und sie weiterzuentwickeln. Durch die Durchführung nützlicher Forschungsprojekte können wir beispielsweise etwas an die Gesellschaft zurückgeben.

Welche Vorteile bieten diese neuen Gebäude den Studierenden?
Wir sind in der Lage, berufsbefähigende Ausbildungen anzubieten und den Studierenden die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die sie auch im späteren Berufsleben antreffen werden.
Diese Infrastruktur dient auch der Forschung, deren Ergebnisse wiederum in den Unterricht einfliessen. Dadurch sind wir in der Lage, den Studierenden modernste Kenntnisse zu vermitteln und gleichzeitig den Technologietransfer zur Industrie und Wirtschaft zu gewährleisten. 

Als Aussenstehender erhält man den Eindruck, dass durch den Umzug auf den Campus Energypolis eine neue Dynamik innerhalb der Hochschule für Ingenieurwissenschaften entstanden ist. Teilen Sie diesen Eindruck?
Das fortschrittliche Image des neuen Campus hat natürlich einen grossen Einfluss auf diese Wahrnehmung. Doch die Personen, die im neuen Gebäude arbeiten,
sind immer noch dieselben. Was sich geändert hat, ist die Umgebung. Unser Arbeitsumfeld bietet viel mehr Platz als vorher, wodurch auch mehr Raum für neue Ideen entsteht, was deren Umsetzung vereinfacht. Mehr Platz und eine moderne Ausrüstung fördern die Kreativität.

> Interview BERTRAND GIRARD, Foto Sacha Bittel